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Aerobe / anaerobe Kultur und Resistenzbestimmung
Bei Standardsekretabstrichen aus dem Urogenitaltrakt und bei Abstrichen aus
Rachen, Augen, Ohren, Nase und Wundbereich wird eine aerobe und anaerobe Kultur angesetzt.
Bei Anwachsen wird eine Resistenzbestimmung mit den gängigen Antibiotika angeschlossen, bei anaeroben Keimen eine Therapieempfehlung angegeben.
Alkalische Phosphatase
Die Aktivität der im Serum meßbaren alkalischen Phosphatase setzt sich aus vielen Enzymformen aus unterschiedlichen Geweben zusammen. Ihre Bestimmung dient der Diagnose und Verlaufsbeurteilung von Leber- und Gallenwegserkrankungen (Verschlußikterus, Lebertumoren, primär biliäre Zirrhose) und Skeletterkrankungen.
Allergenspezifische IgE (RAST)
Der Nachweis von allergenspezifischen IgE dient zur Bestätigung einer Sensibilisierung durch ein Allergen. Das positive Testergebnis muss nicht immer mit der klinischen Symptomatik korrelieren. Die Austestung ist gegen eine Vielzahl von Allergengemischen (Nahrungsmittelallergene, Inhalationsallergene) und Einzelallergene (z.B. Kuhmilch, Hausstaubmilbe, Medikamente) möglich.
Amylase / Lipase
Amylase und Lipase sind Verdauungsenzyme, die in den Speicheldrüsen (Amylase) und der Bauchspeicheldrüse (Amylase und Lipase) gebildet werden. Die Bestimmung dient zur Diagnose einer akuten oder chronischen Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) und der Pankreasbeteiligung bei anderen Baucherkrankungen (Ulcera, Duodenaldivertikel, Cholecystitis, Ileus).
ANA / ENA (ANA-Subsets)
Anti-nukleäre Antikörper sind gegen Zellkernbestandteile gerichtet und werden bei verschiedenen systemisch-entzündlichen Erkrankungen wie dem systemischen Lupus erythematodes (SLE), Kollagenosen, bei Autoimmunerkrankungen der Leber, und bei medikamenteninduziertem Lupus erythematodes gefunden. Der ANA Suchtest wird auf einem Gemisch von verschiedenen Zellkernbestandteilen durchgeführt. Bei positivem Suchtest werden die Autoantikörper gegen definierte Zellkernbestandteile, die sogenannten extrahierbaren nukleären Antigene (ENA) ausgetestet, die als krankheitstypische Marker gelten und zur Differentialdiagnose eingesetzt werden.
Progesteron
Progesteron bewirkt als wichtigstes Gestagen die sekretorische Umwandlung der Gebärmutterschleimhaut und dient bei Eintritt einer Schwangerschaft der Erhaltung des dezidual umgewandelten Endometriums. Aufgrund seines thermogenetischen Effekts ist Progesteron auch für den Anstieg der Basaltemperatur verantwortlich. Die Bestrimmung ist indiziert zur Beurteilung der Corpus-luteum Funktion und dem Nachweis einer Ovulation.
anorganisches Phosphat
Phosphor ist ein wesentlicher Bestandteil von Zellen und ist für verschiedenste Stoffwechselprozesse notwendig. Der Phosphatstoffwechsel hängt eng mit dem Calciumstoffwechsel zusammen. Die Bestimmung von anorganischem Phosphat ist indiziert bei chronischen Nierenerkrankungen, Osteoporose, Nebenschilddrüsenerkrankungen, Nierensteinen, Verdacht auf Vitamin D Mangel und nach Schilddrüsenoperationen.
Antiarrhythmika
Antiarrhythmika werden zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Blutspiegelkontrollen sind bei Therapie mit Amiodaron indiziert, siehe auch Digitoxin und Digoxin.
Anti-CCP
Antikörper gegen cyklische citrullinierte Peptide werden zur Diagnose des Frühstadiums einer rheumatoiden Arthritis verwendet. Außerdem ermöglichen sie eine Prognose über den zu erwartenden Krankheitsverlauf.
Anti-dsDNA
Antikörper gegen Doppelstrang-DNA werden bei Verdacht auf SLE und zur Verlaufsbeobachtung bei bekanntem SLE bestimmt.
Sie kommen aber in geringerem Ausmaß auch bei anderen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis, dem Sjögren-Syndrom und der Mixed connective tissue disease vor.
Antikörpersuchtest
Dient zur Bestimmung von irregulären Antikörpern gegen Erythrozyten und ist bei der Vorbereitung für operative Eingriffe und in der Mutter-Kind-Pass Untersuchung vorgeschrieben.
Antikonvulsiva
Antikonvulsiva (Antiepileptika) werden zur Behandlung und Prophylaxe von epileptischen Krampfanfällen eingesetzt. Serumspiegel können von verschiedenen Substanzklassen bestimmt werden, z.B. Primidon, Suximiden, Phenytoin, Carbamazepin, Oxcarbamazepin, Valproinsäure, Topiramat, Levetiracetam und GABA-Analoga.
Antithrombin III
Antithrombin III ist der Inhibitor vor allem der Serinproteasen Thrombin und Faktor Xa, die im Laufe der Gerinnungskaskade freigesetzt werden. In der Gegenwart von Heparin wird die Reaktion von Antithrombin III mit Thrombin und Faktor Xa beschleunigt und bewirkt eine effiziente Hemmung der Blutgerinnung. Die Bestimmung ist bei Verdacht auf angeborenen oder erworbenen Antithrombin III Mangel, vor allem bei thromboembolischen Ereignissen, indiziert.
APC Resistenz
Die Resistenz gegen aktiviertes Protein C (APC-Resistenz) wird durch eine Punktmutation im Faktor V Gen (Faktor V Leiden) ausgelöst und ist die häufigste Ursache einer familiären jugendlichen Thromboseneigung. PatientInnen mit heterozygotem Faktor V Leiden haben gegenüber der Normalbevölkerung ein bis zu 7-fach erhöhtes Thromboserisiko, das zusätzlich durch die Einnahme von Ovulationshemmern, Protein C / Protein S oder Antithrombin III Mangel verstärkt wird. Homozygote Mutationsträger haben ein bis zu 100-fach höheres Thromboserisiko als die Normalbevölkerung.
ASLO / Rheumafaktor
Streptokokken der Gruppe A verursachen verschiedene Entzündungen wie akute Rachenentzündungen, Angina, Pneumonien und werden für rheumatisches Fieber und Nierenentzündungen verantwortlich gemacht. Die Bestimmung des Antistreptolysin (ASLO)-Titers dient dem Nachweis einer ablaufenden oder vorausgegangenen Streptokokken-Infektion.
Rheumafaktoren sind Antikörper gegen körpereigene Antikörper und werden zur Diagnose der rheumatoiden Arthritis (chronische Polyarthritis) und der essentiellen gemischten Kryoglobulinämie bestimmt. Sie können aber auch bei verschiedenen anderen Autoimmunerkrankungen, bakteriellen und viralen Infektionen und bei Gesunden über 70 Jahren erhöht sein.
beta-HCG
Humanes Choriongonadotropin ist ein empfindlicher Marker der Synzytiotrophoblastenaktivität und wird ab der 3. Schwangerschaftswoche gebildet. Es stimuliert die Progesteronsynthese im Corpus luteum. In der Frühschwangerschaft kommt es zu einem charakteristischen Anstieg der HCG Konzentration, die ab der 12.SSW wieder abfällt. Die HCG- Bestimmung dient zur Diagnose und Verlaufsbeurteilung der Frühschwangerschaft, Extrauteringravidität und Abort, sowie der Diagnostik von Keimzelltumoren (Chorionkarzinom der Frau, Hodentumoren beim Mann).
Bilirubin
Bilirubin entsteht vor allem aus dem Hämoglobin-Abbau überalterter Erythrozyten. Bilirubin wird in der Leber konjugiert und in die Galle ausgeschieden. Das Gesamtbilirubin besteht aus mehreren Varianten (vor allem unkonjugiertes und konjugiertes Bilirubin), die die Differenzierung der Ursache einer Bilirubinerhöhung ermöglichen. Bilirubin ist bei vermehrter Eythrozytenzerstörung (hämolytische Anämien, Infektionen, Verbrennungen, Transfusionsreaktionen), bei Erkrankungen der Leber und bei Verschluß der Gallenwege erhöht.
Blutbild (komplett)
Basisuntersuchung zur Beurteilung der Blutbildung, wird automatisiert durchgeführt und umfaßt die Meßgrößen: Erythrozytenzahl, Hämoglobin, Hämatokrit, rote Indices (MCV, MCH, MCHC), Leukozytenzahl, Thrombozytenzahl und differenzierte Leukozytenzählung.
Blutgruppe
Eine Blutgruppenbestimmung umfaßt in der Regel die AB0 Blutgruppenbestimmung und den Rhesusfaktor D.
Bei jeder Blutgruppenbestimmung wird eine Serumgegenprobe im AB0 System und ein Antikörpersuchtest auf irreguläre Antikörper gegen Erythrozyten durchgeführt.
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Okkultes Blut im Stuhl (Hämoccult-Test)
Der Nachweis von okkultem Blut im Stuhl wird als Screening-Untersuchung bei symptomlosen PatientInnen über 45 Jahren einmal jährlich im Rahmen der Darmkrebsvorsorge empfohlen. Bei symptomatischen Patienten wird der Test zur Diagnostik eines neoplastischen oder entzündlichen Geschehens im Gastrointestinaltrakt durchgeführt. Ein positiver Hämoccult-Test soll so lange abgeklärt werden, bis die Blutungsquelle lokalisiert ist (weiterführende Untersuchungen sind je nach Lokalisation: Inspektion, digitale Untersuchung, Koloskopie, Gastroskopie, Dünndarmuntersuchung).
Blutsenkung-BSG
Die Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit ist ein Suchverfahren bei Verdacht auf entzündliche Reaktionen und dient zu ihrer Verlaufsbeurteilung. Die BSG wird durch die Aggregation und Sedimentation der roten Blutkörperchen bestimmt.
Blutzucker (Glucose)
Die Glucose (Traubenzucker) ist das wichtigste Substrat im Energiestoffwechsel der Zellen. Die Blutzuckermessung ist der wichtigste Suchtest für die Diagnose und die Therapiekontrolle der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und zum Ausschluß eines Hypoglykämiesyndroms (Unterzuckerung bei Verdacht auf Insulinom).
BNP
Das BNP (B-type natriuretric peptide) ist ein kleiner Eiweißstoff, der in der Muskulatur der Herzkammer gespeichert ist und zu peripherer Gefäßdilatation und vermehrter Ausscheidung von Natrium und Wasser führt. Der BNP Spiegel ist ein wichtiger Parameter bei Verdacht auf Herzinsuffizienz und spiegelt das Ausmaß der Ventrikelüberlastung wider.
Borrelien-Serologie
Bei klinischem Verdacht auf Borreliose (Erythema migrans, Bannwarth-Syndrom, Acrodermatitis, Lyme-Arthritis) werden als Suchtest IgG und IgM Antikörper gegen Borrelia-Bakterien bestimmt. Bei positivem Suchtest werden Bestätigungsuntersuchungen mittels Immunoblot angeschlossen.
BUN (Harnstoff-N, Blood Urea Nitrogen)
Harnstoff ist das Endprodukt des Eiweißstoffwechsels, wird in der Leber gebildet und über die Niere ausgeschieden. BUN ist erhöht bei vermehrtem Proteinabbau (schwere Erkrankungen, übermäßige Eiweißzufuhr), Nierenerkrankungen mit Einschränkung der glomerulären Filtrationsrate und Harnabflußstörungen (Steine, Tumoren, Entzündungen der Harnblase und Prostata).
CA 15-3
CA 15-3 wird zur Therapie- und Verlaufskontrolle bei metastasierendem Mammakarzinom eingesetzt. Als Screeningtest oder zur Primärdiagnostik ist der Test wegen geringer diagnostischer Sensitivität bei lokalisierter Erkrankung und erhöhten Werten auch bei gutartigen Brusterkrankungen und Karzinomen anderer Organe nicht geeignet.
CA 19-9
CA 19-9 wird zur Frühdiagnostik und Verlaufskontrolle bei Tumoren der Bauchspeicheldrüse, Leber- und Gallenwege und Magenkarzinomen eingesetzt. Als zweiter Tumormarker wird es bei der Diagnose und Nachsorge von kolorektalen und Ovarialkarzinomen eingesetzt.
CA 125
CA 125 wird zur Diagnostik, Therapiekontrolle und Verlaufsuntersuchung des Ovarialkarzinoms eingesetzt. Es kann aber auch bei verschiedenen Entzündungen im kleinen Becken, Endometriose, benignen gastrointestinalen Erkrankungen und akuten Bauchspeichelentzündungen erhöht sein. Auch in der Schwangerschaft und im Fruchtwasser sind die CA 125 Werte erhöht.
Calcium
Calcium spielt bei der Nerven- und Muskelerregbarkeit, dem Knochenstoffwechsel und der Blutgerinnung eine entscheidende Rolle. Parathormon, Vitamin D und Calcitonin sind für die Einstellung einer konstanten Plasmakonzentration verantwortlich. Die Bestimmung des Calciumspiegels ist bei Osteoporose, Knochenschmerzen, Tetanie, Nierensteinen, Ulzera im Gastrointestinaltrakt, Pankreatitis, Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenerkrankungen und malignen Tumoren indiziert.
CDT (Carbohydrate-deficient transferrin)
Die Bestimmung von CDT wird bei Verdacht auf chronischen Alkoholismus angewandt. Sie dient auch zur längerfristigen Therapiebeurteilung von Alkoholikern und als eine Entscheidungshilfe zur Wiedererteilung nach Führerscheinentzug.
CEA / AFP / HCG
Carcinoembryonales Antigen (CEA) wird als erster Tumormarker zur Erkennung einer Tumorprogredienz nach Operationen eines kolorektalen Karzinoms und zur Differentialdiagnose von Lebertumoren eingesetzt.
Alpha-Fetoprotein (AFP) wird bei Verdacht auf hepatozelluläres Karzinom, Keimzelltumoren (Hoden, Ovar, extragonadal)und im Verlauf dieser Erkrankungen eingesetzt.
Humanes Choriongonadotropin (HCG) wird als Tumormarker zur Diagnostik, Verlaufskontrolle und Therapieüberwachung von Chorionkarzinomen und Blasenmole der Frau und Hodentumoren beim Mann bestimmt.
Chlamydien
Chlamydien sind bakterielle Erreger von Erkrankungen der Atemwege (Lungenentzündungen), der Augenbindehäute und von genitalen Entzündungen. Der Nachweis von Chlamydia trachomatis gelingt aus Abstrichmaterial mittels einer DNA-Sonden Hybridisierungsmethode.
Cholesterin (HDL/LDL)
Cholesterin wir mit der Nahrung aufgenommen und in der Leber synthetisiert und ist ein wichtiger Bestandteil von Zellmembranen, Hormonen und Gallensäuren. Die Cholesterinbestimmung ist ein Basiswert zur Beurteilung und Früherkennung des Arterioskleroserisikos (koronare Herzkrankheit, Schlaganfall, periphere arterielle Verschlußkrankheit). Das LDL-Cholesterin ("böses Cholesterin") wird für das Arterioskleroserisiko verantwortlich gemacht, das HDL-Cholesterin ("gutes Cholesterin") stellt einen Schutzfaktor dar.
Cholinesterase
Die Cholinesterase ist ein Enzym, das Acetylcholin hydrolysiert. Die Bestimmung ist indiziert bei Verdacht auf Funktionseinschränkung der Leber, Vergiftung mit Schädlingsbekämpfungsmitteln und vor Gabe von Muskelrelaxantien bei anamnestischem Hinweis auf genetische Cholinesterasevariante.
Chlamydien-Serologie
Bei Verdacht auf Chlamydia trachomatis Infektion können IgG und IgA Antikörper gegen Chlamydienantigene bestimmt werden. Der serologische Test ist bei chronischen Folgezuständen der Infektion von Wert, bei aktiven Erkrankungen sollte aber ein Antigennachweis erfolgen.
CMV-Serologie
Bei Verdacht auf Cytomegalievirus-Infektion werden IgG und IgM Antikörper gegen CMV bestimmt. Eine CMV-Infektion in den ersten 4 Schwangerschaftsmonaten kann wie die Rötelninfektion zu einer Schädigung der Leibesfrucht führen. Bei Immunsuppression und Immunschwäche kann eine CMV-Infektion zu Sepsis, Pneumonie und Transplantatabstoßungen führen.
Cortisol
Cortisol ist ein Glukokortikoid, das unter ACTH-Stimulation in der Nebenniere produziert wird. Es zeigt starke tageszeitliche Schwankungen und sollte deshalb nur morgens bestimmt werden. Die Bestimmung ist indiziert bei Verdacht auf Nebennierenfunktionsstörungen, Cushing-Syndrom, M. Addison und Nebennieren-Karzinomen.
Creatinkinase / CK-MB
Die Creatinkinase ist ein zentrales Enzym im Energiestoffwechsel der Muskulatur. Die Bestimmung der CK und des Herzmuskel-Isoenzyms CK-MB ist zur Diagnose und Verlaufsbeurteilung von Skelettmuskelerkrankungen und Herzmuskelschädigungen (Infarkt, Myokarditis) indiziert.
C-reaktives Protein (CRP)
CRP ist ein wichtiges Akute-Phase-Protein und seine Erhöhung ist immer Anzeichen für eine Entzündung. Bakterielle Endotoxine sind die stärksten Auslöser einer Akute-Phase-Antwort, die höchsten CRP-Werte werden daher bei gram-negativen
Infektionen erreicht. Die CRP-Bestimmung ist auch indiziert bei verschiedenen nicht-bakteriellen entzündlichen Erkrankungen, wie rheumatischen Erkrankungen, entzündlichen Darmerkrankungen, Pankreatitis, Myokardinfarkten und malignen Tumoren.
D-Dimer
D-Dimere sind Spaltprodukte des quervernetzten Fibrins und deuten auf eine durch Gerinnselbildung bedingte Hyperfibrinolyse hin. Sie können bei Beinvenenthrombosen und Lungenembolie, aber auch bei Tumoren und Sepsis als Ausdruck einer intravasalen Verbrauchskoagulopathie erhöht sein.
DHEAS
Dehydroepiandrosteron-Sulfat wird in der Nebenniere gebildet , wirkt als schwaches Androgen und wird zu Androstendion und Testosteron umgewandelt. Die Bestimmung ist indiziert zur Differentialdiagnostik bei Hirsutimus und Virilismus, bei kongenitaler adrenaler Hyperplasie und bei Verdacht auf Nebennierentumoren.
Digitoxin / Digoxin
Die Herzglykoside Digitoxin und Digoxin werden bei Herzinsuffizienz und supraventrikulären Tachykardien eingesetzt. Da die Herzglykoside eine geringe therapeutische Breite haben und ihre Wirkung durch viele andere Medikamente beeinflußt wird, sollte ihr Blutspiegel regelmäßig kontrolliert werden.
Drogen-Screening im Harn
Im Harn können Amphetamine, Barbiturate, Benzodiazepine, Cocain, THC (Haschisch), Methadon und Opiate nachgewiesen werden. Die eingesetzten immunologischen Testverfahren werden von der Metabolisierungsrate, der Kreuzreaktivität mit der Kalibrierungssubstanz und von Harnverdünnungen beeinflußt, was bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden muß.
EBV-Serologie / Mononucleosetest
Bei Verdacht auf Pfeiffersches Drüsenfieber (Infektiöse Mononcleose) werden IgG und IgM Antikörper gegen das Epstein-Barr-Virus bestimmt. Am einfachsten ist der Nachweis von infektionstypischen, aber nicht Virus-spezifischen heterophilen Antikörpern im Hämagglutinationstest (Mononucleosetest).
Eisen / Transferrin / Ferritin
Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das vor allem im Hämoglobinmolekül, Myoglobin und weiteren Enzymen vorkommt. Eisen wird im Dünndarm resorbiert und als Transporteisen an Transferrin gebunden zu den verbrauchenden oder speichernden Organen transportiert. Die Bestimmung der Transferrinsättigung gilt als zuverlässige Kenngröße für das mobilisierte Transporteisen. Das Eisenspeicherprotein Ferritin ermöglicht die nicht toxische Eisenspeicherung in der Zelle und ist ein Indikator für die Körpereisenreserven. Die Diagnostik von Eisenstoffwechselstörungen (Eisenmangel, Eisenverteilungsstörungen, Eisenüberladung) beinhaltet die Bestimmung des Eisens, Transferrins, Ferritins und die Beurteilung des roten Blutbildes (siehe auch Infoblatt Eisenstoffwechsel).
Serumelektrophorese / Immunfixation
Die Serumelektrophorese trennt die Serumproteine in fünf Untergruppen (Albumin, alpha-1-Globuline, alpha-2-Globuline, beta-Globuline, gamma-Globuline). Sie dient als Übersichtsuntersuchung zur Diagnose und Verlaufsbeurteilung von akuten und chronischen Entzündungen, Synthesestörungen bei Lebererkrankungen, nephrotischem Syndrom, und hämatologischen Erkrankungen (Suchtest für Paraproteinämien: M-Gradienten).
Die Immunfixation erlaubt die Differenzierung von Paraproteinen (monoklonale Immunglobuline).
Fibrinogen
Die Fibrinogenbestimmung dient der Diagnostik des angeborenen oder erworbenen Fibrinogenmangels oder Fibrinogendefekten (Dysfibrinogenämien). Fibrinogen ist als Akute-Phase-Protein bei verschiedenen Entzündungen, Tumoren und postoperativ erhöht und gilt als Risikofaktor für arterielle Verschlußkrankheiten.
Follikelstimulierendes Hormon (FSH) / Luteinisierendes Hormon (LH)
Die beiden Gonadotropine FSH uns LH werden pulsatil aus dem Hypophysenvorderlappen ausgeschüttet und unterliegen während des Menstruationszyklus verschiedenen Rückkoppelungsmechanismen, die für die Follikelreifung, Ovulation und damit für die Schwangerschaft entscheidend sind. Ihre Bestimmung ist indiziert zur Beurteilung von Zyklusstörungen, bei der Sterilitätsdiagnostik und vor Hormonsubstitution im Klimakterium.
FSME Impfkontrolle
Eine FSME Impfkontrolle wird laut Impfplan 2007 nur empfohlen, wenn nach vollständiger Grundimmunisierung die Auffrischungsintervalle nicht eingehalten wurden:
Vorgehen:
Die FSME Impfkontrolle ist keine Kassenleistung.
fT4
Das Schilddrüsenhormon T4 ist für verschiedene Stoffwechselregulationen verantwortlich und speigelt die Hormonproduktion der Schilddrüse wider. Die Bestimmung des freien T4 ist von Bindungsproteineinflüssen unabhängig. Die fT4-Bestimmung ist eine weiterführende Untersuchung, wenn die TSH-Konzentration erhöht oder vermindert ist und dient der Kontrolle einer Schilddrüsenhormon-Substitutionstherapie.
Genanalytik (Laktose- und Fruktoseintoleranz)
Bei Verdacht auf Milchzucker- oder Fruchtzuckerunverträglichkeit können die wichtigsten Veränderungen im Lactase- bzw. Aldolase B -Gen nachgewiesen werden. Für die Untersuchung ist lt. Gentechnikgesetz eine Aufklärung und Einverständniserklärung des Patienten notwendig (wir bitten daher um telefonische Voranmeldung).
Gesamteiweiß
Das Gesamteiweiß ist die Summe der im Serum zirkulierenden Proteine. Eine Aussage über die quantitative Verteilung der einzelnen Eiweißfraktionen erhält man mit der Serumelektrophorese. Das Gesamteiweiß ist bei nephrotischem Syndrom, Mangelernährung, Malabsorptionssyndromen, Verbrennungen und Synthesestörungen (Lebererkrankungen) erniedrigt, bei hämatologischen Tumoren (Multiples Myelom, M. Waldenström), Sarkoidose, chronischen Entzündungen und kompensierter Leberzirrhose erhöht.
Gonokokken
Gonokokken sind die Erreger der sexuell übertragenen Gonorrhoe, die sich beim Mann in einer eitrigen Entzündung der Harnröhre und bei der Frau in einer Zervizitis, aber auch Entzündungen der Vagina und des Uterus aüßert. Die unbehandelte Infektion kann bis zur Sterilität führen. Der Nachweis gelingt aus Abstrichen mittels Kultur und einer DNA-Sonden Hybridisierungsmethode.
GOT / GPT / GGT
Die sogenannten Transaminasen sind Enzyme, die in vor allem in der Leber, aber auch in anderen Organen vorkommen. Ihre Bestimmung dient vor allem der Diagnostik, Differenzierung und Verlaufskontrolle von Erkrankungen der Leber und Gallenwege. Die gamma-GT wird darüber hinaus zur Kontrolle des chronischen Alkoholismus eingesetzt.
Gramfärbung
Um Bakterien im Lichtmikroskop darstellen zu können, bedient man sich der Gramfärbung. Sie erlaubt es, Bakterien in grampositive und gramnegative zu differenzieren. Die Form der Bakterien läßt sich in Kokken (kugelförmige), stäbchenförmige Bakterien und gekrümmte Stäbchen einteilen.
Harnsäure
Die Harnsäure ist das Endprodukt des Purinstoffwechsels und ensteht beim Zellabbau und durch Purinzufuhr in der Nahrung (Fleisch, Innereien). Die Bestimmung ist indiziert bei Verdacht auf Gicht, Gicht in der Familie, bei Nierensteinen und als Verlaufskontrolle bei zytostatischer Therapie und Bestrahlung von Tumoren.
HbA1c
Wichtiger Parameter zur Langzeitbeurteilung des Kohlenhydratstoffwechsels bei Diabetikern. Erlaubt eine retrospektive Beurteilung des Blutzuckerspiegels der letzten 6-8 Wochen und ist weitgehend unabhängig von tageszeitabhängigen und kurzfristigen Schwankungen der Blutglucose.
Helicobacter Antigen im Stuhl
Helicobacter Pylori ist ein Keim, der den Magen und Zwölffingerdarm besiedelt und an der Entstehung von chronischer Gastritis, Magen- und Dünndarmgeschwüren, Lymphomen in der Magenschleimhaut und Magenkarzinomen beteiligt ist. Die Untersuchung dient dem Nachweis von Helicobacter Antigen im Stuhl. Zur Therapiekontrolle der Behandlung (Eradikation) der Helicobacter-Infektion soll die Untersuchung 4 Wochen nach dem Ende der Therapie durchgeführt werden.
Helicobacter pylori Antikörper im Serum
Die Untersuchung der Antikörper gegen Helicobacter pylori ist als Screening-Untersuchung für asymptomatische Patienten geeignet. Ein positives Ergebnis zeigt eine immunologische Auseinandersetzung mit dem Bakterium an, erlaubt aber keine Aussage darüber, ob eine aktive Infektion vorliegt. Die Untersuchung wird durch die Einnahme von Antibiotika und Protonenpumpeninhibitoren nicht beeinflußt.
Hepatitis A / B
Bei Verdacht auf akute Hepatitis A wird als Screening-Test Anti-HAV IgM bestimmt. Diese Antikörper können auch nach der akuten Infektion einige Wochen bis Monate nachweisbar sein. Nur bei positivem Anti-HAV IgM werden auch die Anti-HAV IgG bestimmt.
Bei Verdacht auf Hepatitis B werden als Screening-Test HBs-Antigen und Anti-HBc Antikörper bestimmt. Nur bei positivem Suchtest werden die weiteren serologischen Marker
der Heptitis B-Infektion bestimmt (Anti-HBs Antikörper, Anti-HBc IgM, HBe Antigen und Anti-HBe Antikörper).
Hepatitis A / B Impfkontrolle
Laut Impfplan 2007 wird eine Hepatitis A Impfkontrolle frühestens 10 Jahre nach erfolgter (vollständiger) Grundimmunisierung empfohlen.
Laut Impfplan 2007 wird eine Hepatitis B Impfkontrolle 4-6 Wochen nach der 3. Teilimpfung der Grundimmunisierung empfohlen. Das weitere Vorgehen ist abhängig von der Höhe der Antikörperspiegel.
Die Hepatitis A / B Impfkontrollen sind keine Kassenleistung.
Hepatitis C Antikörper
Bei Verdacht auf akute oder chronische Hepatitis C werden als Suchtest die Hepatitis-C Antikörper bestimmt. Ein negativer Suchtest schließt bei immunkompetenten Personen gewöhnlich eine Hepatitis-C Infektion vor mehr als 3 Monaten aus. Bei klinischem Verdacht auf akute Infektion läßt sich dieser Zeitraum durch eine Hepatitis-C Virusnukleinsäure-Untersuchung (PCR) auf 2-3 Wochen verkürzen. Bei positivem Suchtest (Erstbefund) wird eine Hepatitis-C PCR-Untersuchung empfohlen.
HIV Antikörper
Der Screeningtest erfaßt Antikörper gegen HIV-1 und HIV-2, die im Regelfall 4-12 Wochen nach der Infektion bestimmbar werden und lebenslang persistieren. Ein positiver Screeningtest muß durch eine Betätigungsmethode (Western-Blot) verifiziert werden.
HLA-B27
Die sogenannten Humanen Leukozyten Antigene Klasse I werden auf fast allen kernhältigen Körperzellen angetroffen und sind für die immunologische Unterscheidung zwischen "selbst" und "nicht selbst" verantwortlich. Das Merkmal B27 ist häufig mit der ankylosierenden Spondylitis (M. Bechterew) und anderen Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis (seronegative Spondylarthritiden) assoziiert.
Homocystein
Homocystein wird aus der Aminosäure Methionin gebildet und dient als Baustein für die Synthese anderer Aminosäuren. Erhöhte Homocysteinspiegel sind ein Risikofaktor für Arteriosklerose und Thromboembolien und treten bei Vitamin B12 und Folsäuremange, selten auch familiär durch genetische Defekte im Methioninstoffwechsel auf.
IgE (gesamt)
Immunglobulin E vermittelt zusammen mit Mastzellen die Überempfindlichkeitsreaktion vom Soforttyp (Typ I). Die Bestimmung ist indiziert zur Diagnose einer atopischen Dermatitis, in der Allergiediagnostik, Krankheitszuständen mit ungeklärter Eosinophilie, Verdacht auf Parasitosen und angeborenen und erworbenen Immundefekten.
Immunglobuline IgG, IgA, IgM
Immunglobuline sind ein wichtiger Bestandteil des erworbenen Immunsystems und werden durch Strukturen (Antigene), an die sie spezifisch binden, induziert. Im Serum sind die Immunglobulin-Klassen IgG, IgA und IgM in abnehmender Konzentration vorhanden. Die Bestimmung ist indiziert bei primärer (z.B. bei Kindern mit rezidivierenden Infekten) und sekundärer Immundefizienz (z.B. Infektionen und nephrotisches Syndrom), zur Beurteilung der humoralen Immunität, bei Verdacht auf polyklonale Gammopathie (chronische Lebererkrankungen, Infektionen, Autoimmunerkrankungen wie Kollagenosen) und monoklonale Gammopathien (MGUS, Multiples Myelom, M. Waldenström, Amyloidose).
Kompletter Harn und Sediment
Die Harnuntersuchung ist ein wichtiger Test zur Diagnostik und Verlaufsbeurteilung von Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege. Die Untersuchung ist indiziert bei Verdacht auf Infektionen der Harnwege, akutem Nierenversagen, chronischer Niereninsuffizienz und Nierensteinen. Die mikroskopische Sedimentanalyse ermöglicht die Bestimmung von Erythrozyten, Leukozyten, Zylindern und Epithelien im Harn.
Kreatinin / Kreatinin-Clearance
Kreatinin entsteht aus dem Abbau des Muskelkreatins und wird in der Niere ausgeschieden. Die Bestimmung des Serum-Kreatinins ist ein Test zur Abschätzung der Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate). Da der Kreatininspiegel aber auch von anderen Faktoren wie der Muskelmasse abhängt, ist bei Verdacht auf Nierenfunktionseinschränkung und für die Verlaufskontrolle unter Medikamenten, die potentiell nierenschädigend sind, die Bestimmung der Kreatinin-Clearance indiziert.
Stuhlkultur
Bei Verdacht auf Infektionen im Darmtrakt kann in der Stuhlkultur das Wachstum von Salmonellen, Shigellen, Campylobacter, Yersinien, Clostridien (+ Toxinuntersuchung), Vibrionen und Pilzen untersucht werden. Ist ein pathogener Keim nachweisbar, wird eine Resistenzbestimmung (Antibiogramm) mit den gängigen Antibiotika (bzw. Antimykotika) angeschlossen.
Bei Verdacht auf Virusenteritis können Adeno- und Rotavirusinfektionen nachgewiesen werden.
Harnkultur und Resistenzbestimmung
Bei positivem Uricult (Screeningtest auf Bakterien) wird eine Harnkultur durchgeführt. Die Kultur dient der Identifikation der Erreger, der Bestimmung der Keimzahl und ob eine Mono- oder Mischkultur vorliegt. Ab einer Keimzahl von >10^4/ml wird eine Resistenzbestimmung gegen die gängigen Antibiotikaklassen durchgeführt.
Kupfer
Kupfer ist ein für die Bildung von Bindegewebe, im Zentralnervensystem und bei der Blutbildung wichtiges Spurenelement. Die Bestimmung ist indiziert bei Verdacht auf Kupferstoffwechselstörungen (M. Wilson, Menkes-Syndrom: Kupfer im Serum erniedrigt) und bei nutritivem Kupfermangel (z.B. bei Zink-Selbstmedikation). Kupferspiegelerhöhungen kommen bei Einnahme von hormonellen Kontrzeptiva, unter Östrogentherapie, bei Infektionen und Tumoren vor. Diese Erhöhungen sind unspezifisch und haben keine therapeutische Bedeutung.
LDH
Die Lactatdehydrogenase (LDH) ist ein wichtiges Enzym und kommt in allen Geweben vor, LDH-Erhöhungen werden daher bei vielen Gewebsschädigungen gefunden. Die LDH-Bestimmung ist bei Lebererkrankungen, Verdacht auf Lungenembolie, hämolytischen Anämien und zur Verlaufskontrolle bei malignen Tumoren indiziert.
Lithium
Lithium wird zur Behandlung akuter Anfälle und zur langfristigen Phasenprophylaxe bei manisch-depressiven Erkrankungen eingesetzt. Auch als Ergänzung zu den klassischen Antidepressiva kann Lithium verschrieben werden. Die Kontrolle einer Lithiumdauertherapie ist zum Ausschluß von Schilddrüsen-, Nieren- und Blutbildveränderungen indiziert und sollte 12h nach der letzten Einnahme vorgenommen werden (Talspiegel).
Magnesium
Magnesium ist für die Aktivierung von vielen Enzymen wichtig (Na-K-ATPase, bedeutende Rolle bei Herzrhythmusstörungen), spielt eine Rolle bei der Glykolyse, dem transmembranösen Calcium-Transport und der Zellatmung. Die Bestimmung ist indiziert bei Herzrhythmusstörungen, gastrointestinalen Erkrankungen, neuromuskulären Erkrankungen (Tremor, Tetanie, Muskelzucken, gesteigerte Sehenreflexe) und langdauernder Therapie mit Diuretika. Hyporeflexie, Hypotonie und Atemdepression können Zeichen einer Magnesiumintoxikation sein.
MAK (TPO-AK) / TGAK
Schilddrüsen-Autoantikörper werden gegen mikrosomale Antigene (entsprechen hauptsächlich Schilddrüsen-Peroxidase) und Thyreoglobulin gebildet. Ihre Bestimmung ist indiziert bei Verdacht auf Autoimmun-Thyreoiditis (Hashimoto-Thyreoiditis), Schwangerschafts- und postpartaler Thyreoiditis, Nebenwirkungen bei Lithium- und Amiodaron-Therapie und zum Monitoring bei Patienten mit differenziertem Schilddrüsenkarzinom (Interferenz mit der Thyreoglobulin-Bestimmung).
Mikroalbumin
Die Bestimmung von Mikroalbumin im Harn dient der Früherkennung einer Nierenerkrankung und ist vor allem bei Diabetikern indiziert, auch wenn die Screeninguntersuchung mit dem normalen Streifentest für Eiweiß im Harn negativ ist. Die Bestimmung wird auch als Therapiekontrolle bei bekannter Mikroalbuminurie eingesetzt und spiegelt den Erfolg einer verbesserten Glykämie-Einstellung, der kontinuierlichen Blutdruck-Einstellung und der Restriktion des Nahrungseiweiß wider.
Mycoplasmen und Kultur
Mycoplasmen sind kleine parasitäre Bakterien. Mycoplasma pneumoniae ist der Erreger von atypischen Lungenentzündungen, Mycoplasma genitalium löst mit den verwandten Ureaplasmen Harnröhrenentzündungen aus. Der Nachweis gelingt mittels Kulturmethoden.
Myoglobin / Troponin T
Myoglobin ist ein Enzym der Herz-und Skelettmuskulatur. Die Bestimmung dient zur Frühdiagnose bei Verdacht auf Herzinfarkt, da das Serummyoglobin schon 2-4h nach Schmerzbeginn erhöht ist.
Troponin T ist ein myofibrilläres Eiweiß des Herzmuskels und wird bei Herzmuskelschädigung freigesetzt. Es dient zur Diagnose und Verlaufskontrolle des akuten Herzinfarkts. Troponin T ist auch bei kleineren Myokardnekrosen erhöht und ist 1-2 Wochen nach einer Herzmuskelschädigung nachweisbar.
Natrium / Kalium/ Chloride
Die Elektrolytbestimmung ist indiziert bei Störungen der Flüssigkeits- und Elektrolytbilanz (Wasser- oder Salzverlust), Störungen des Säure-Basen-Haushalts, Nierenerkrankungen, Leberzirrhose, Ödemen, Hypertonie, endokriner Erkrankungen (Schilddrüse, Nebennieren) und bei Einnahme verschiedener Medikamente (z.B. Diuretika, Laxantien, Carbamazepin, Antidepressiva).
Östradiol (E2)
Östradiol ist das wirksamste ovarielle Östrogen und wird im reifen Follikel gebildet. Es fördert die Follikel- und Eireifung, die Proliferation der Gebärmutterschleimhaut, wirkt auf die Vaginalschleimhaut und die Brust. Es hat regulierende Wirkung auf den Hypothalamus und die Hypophyse, hat Einfluß auf den Salz- und Wasserhaushalt und die Gerinnung, verhindert die Osteoporose und senkt das Arteriosklerose-Risiko. Die Bestimmung ist indiziert zur Beurteilung der Ovarialfunktion, zur Verlaufskontrolle bei hormoneller Sterilitätstherapie, und bei den seltenen E2-produzierenden Tumoren.
Zucker-Belastungstest (oGGT - oraler Glucose-Toleranztest)
Der Zucker-Belastungstest dient der Prüfung der Glucosetoleranz und ist ein Provokationstest zur Erkennung von Personen mit verminderter Insulinsekretion, die ein erhöhtes Risiko haben, in den nächsten Jahren einen Diabetes mellitus zu entwickeln. In der Schwangerschaft dient der Test dem Ausschluß eines Gestationsdiabetes.
Siehe auch Merkblatt Zucker-Belastungstest.
Osteocalcin
Osteocalcin ist das wichtigste Nicht-Kollagen-Protein der Knochenmatrix, wird durch Vitamin D stimuliert und ist ein wichtiger Knochenumbaumarker. Die Bestimmung ist indiziert bei Verdacht auf Osteoporose, primärem Hyperparathyreoidismus, renaler Osteopathie und Karzinomen mit Knochenmetastasen. Cortisontherapien und Dicumarolderivate hemmen die Osteocalcinsynthese.
Parasiten im Stuhl
Bei Verdacht auf Infektion mit Protozoen und Würmern kann der Stuhl auf das Vorliegen von Amoeben, Lamblien und Wurmeiern untersucht werden (für die richtige Abnahme siehe auch Merkblatt Wurmeier im Stuhl).
Parathormon
Parathormon wird in der Nebenschilddrüse produziert und reguliert die Calcium- und Phosphatkonzentration im Serum über die Stimulation der Knochenresorption und die Vitamin D-vermittelte Aufnahme von Calcium und Phosphat im Dünndarm. Die Bestimmung ist indiziert bei Osteopathien, Nebenschilddrüsenfunktionsstörungen (Hypo/Hyperparathyreoidismus), Calciumstoffwechselstörungen, Nierensteinen und Niereninsuffizienz.
Pilzkultur und Resistenz
Bei Verdacht auf Pilzinfektionen wird eine Pilzkultur angesetzt und bei Anwachsen eine Resistenzbestimmung mit den gängigen Antimykotika angeschlossen.
Progesteron
Progesteron bewirkt als wichtigstes Gestagen die sekretorische Umwandlung der Gebärmutterschleimhaut und dient bei Eintritt einer Schwangerschaft der Erhaltung des dezidual umgewandelten Endometriums. Aufgrund seines thermogenetischen Effekts ist Progesteron auch für den Anstieg der Basaltemperatur verantwortlich. Die Bestimmung ist indiziert zur Beurteilung der Corpus-luteum Funktion und dem Nachweis einer Ovulation.
Prolactin
Prolactin ist ein Hypophysenvorderlappenhormon, das die Laktogenese (Milchbildung) stimuliert und mit anderen Sexualhormonen für die Brustentwicklung notwendig. Eine Erhöhung des Prolactinspiegels kann bei der Frau zur Anovulation und Zyklusstörungen, beim Mann zu Libido- und Potenzstörungen führen. Die Bestimmung dient daher der Abklärung einer Amenorrhoe, Oligomenorrhoe, Sterilitätsuntersuchung, Galaktorrhoe und Mastopathien sowie der Potenzstörungen und Gynäkomastie beim Mann.
PSA / freies PSA (+ Quotient)
Das Prostata-spezifische Antigen (PSA) ist ein wichtiger Screeningparameter für das Prostatakarzinom (in Kombination mit der digitalen rektalen Untersuchung) und wird auch für die Therapie- und Verlaufskontrolle eingesetzt. Freies PSA und der Quotient Freies/Gesamt-PSA wird zur Erhöhung der Screening-Effizienz bei PSA Werten von 4-10 ng/ml bestimmt und dient neben anderen Untersuchungen zur Abgrenzung der benignen Prostatahyperplasie vom Prostatakarzinom.
Aktivierte partielle Thromboplastinzeit (PTT)
Suchtest bei Verdacht auf Blutungsneigung. Bei Operationsvorbereitung zur Abklärung eines Blutungsrisikos vorgeschrieben. Die PTT erfasst die Faktoren VIII, IX, XI, XII und die gemeinsame Endstrecke des Gerinnungssystems (Faktor X, V, II und Fibrinogen).
PTZ (Quick-Test)
Die Prothrombinzeit (PTZ) ist ein Suchtest bei Verdacht auf plasmatische Gerinnungsstörungen der Faktoren des Prothrombinkomplexes (Faktor II, VII, X). Der Test erfasst ebenso Faktor V und Fibrinogen. Er dient zur Überwachung der Cumarintherapie und gehört zum präoperativen Screening auf Hämostasestörungen.
Retikulozyten
Retikulozyten sind Übergangszellen von kernhaltigen Erythrozytenvorstufen zu kernlosen, reifen Erythrozyten.
Die Bestimmung der Retikulozytenzahl ist ein wichtiger Indikator der blutbildenden Aktivität des Knochenmarks.
Röteln / Mumps / Varicellen
Die Antikörperbestimmung dient der Feststellung einer aktiven oder durchgemachten Infektion oder zur Beurteilung des Impferfolgs. Das Rötelnvirus verursacht Mißbildungen in der Embryonalperiode, eine Erstinfektion in den ersten 6 Schwangerschaftswochen ist besonders gefährlich. Auch das Varicellen-Virus kann eine Embryopathie hervorrufen, bei Mumps -Viren ist die teratogene Wirkung unklar. Aus diesem Grund sollte bei Kontakt mit Röteln, Varicellen und Mumps in der Schwangerschaft eine sofortige Bestimmung der Immunitätslage erfolgen.
SCC
Das SCC (squamous cell carcinoma antigen) wird zur Therapie- und Verlaufskontrolle bei Plattenepithelkarzinomen im HNO-Bereich, der Lunge und der Zervix eingesetzt. Es ist nicht spezifisch für das Plattenepithelkarzinom und daher als Screening-Parameter nicht geeignet.
SHBG
Sexual-Hormon-bindendes Globulin transportiert zusammen mit Albumin die schlecht wasserlöslichen Hormone Testosteron und Östrogen. Aus dem Hormonspiegel und dem SHBG läßt sich der bioverfügbare Anteil der Sexualhormone errechnen. SHBG steigt in der Schwangerschaft, unter Östrogentherapie und Kontrazeptiva, bei Alkoholismus und Hyperthyreose an, beim M.Cushing, Hypothyreose und Adipositas sind die Serumspiegel erniedrigt.
Spermiogramm
Eine Ejakulatuntersuchung ist indiziert bei Infertilität, Hypogonadismus, länger bestehendem Kinderwunsch (als Teil der Partneruntersuchung) und exogenen Einflüssen wie Bestrahlung, Infektionen (Mumps) und bestimmten Medikamenten.
Das Ejakulat sollte nach einer Karenzzeit von mindestens 2-7 Tagen im Labor gewonnen werden (dafür bitten wir um eine
telefonische Terminvereinbarung).
T3
Trijodthyronin (T3) wird im Gewebe aus T4 gebildet. Die T3-Bestimmung ist eine weiterführende Untersuchung bei erhöhter oder verminderter TSH-Konzentration und dient der Kontrolle bei Schilddrüsen-Substitutionstherapie.
Testosteron
Testosteron ist das wichtigste Androgen und dient der Geschlechtsdifferenzierung, steuert den Geschlechtstrieb und ist für die Samenbildung notwendig. Die Bestimmung ist indiziert bei Hodenfunktionsstörungen, Virilisierung, Akne, polycystischem Ovar- Syndrom, adrenogenitalem Syndrom, Nebennierenhyperplasie und Androgen-produzierenden Tumoren.
Thrombotest und INR-Wert
Der Thrombotest ist eine Variante der PTZ und dient der Überwachung einer oralen Antikoagulantientherapie (Marcoumar, Sintrom). Die INR (international normalized ratio) ist ein daraus berechneter Wert, der die Vergleichbarkeit der in verschiedenen Laboratorien mit unterschiedlichen PTZ-Reagentien ermittelten Gerinnungsmeßwerten ermöglicht. Je niedriger der PTZ Wert, desto höher ist die INR.
Thyreoglobulin
Thyreoglobulin ist ein wichtiges Schilddrüsenprotein, das als Matrix für die Schilddrüsenhormonsynthese und als Kolloid zur Schilddrüsenhormonspeicherung in den Follikeln dient. Als Tumormarker wird es zur Verlaufskontrolle bei differenzierten Schilddrüsenkarzinomen nach totaler Schilddrüsenentfernung und Radiojodtherapie eingesetzt. Erhöhte Werte finden sich aber auch bei diffusen Strumen, Struma nodosa, M. Basedow und der Riesenzell-Thyreoiditis.
Toxoplasma-Serologie
Die Infektion mit Toxoplasma gondii ist beim Menschen und vielen Tieren weit verbreitet und kommt durch den Genuß von rohem, ungenügend erhitzten Fleisch (vor allem vom Schwein) und Kontakt mit Katzenkot zustande. Durch den Antikörperscreeningtest wird eine Infektion und die Aktivität bestimmt, in der Schwangerschaft sind bei Verdacht auf Erstinfektion weitere Untersuchungen notwendig, um die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung des Kindes zu bestimmen.
TRAK
TSH-Rezeptor Antikörper binden an Rezeptoren in der Schilddrüse, ahmen die TSH-Wirkung nach und erhöhen so die Schilddrüsenhormon-Bildung und Ausschüttung. Die Bestimmung ist indiziert zur Abklärung einer Hyperthyreose (DD: M. Basedow oder multinoduläre hyperthyreote Struma), zur Verlaufsbeurteilung einer Therapie mit Thyreostatika, zur Abklärung einer endokrinen Ophthalmopathie und bei Schwangeren mit M. Basedow.
TRH Test
Der TRH-Test (Thyreotropin-releasing-hormone) wird bei unklaren Schilddrüsenfunktionsstörungen, Verdacht auf hypothalamische oder hypophysäre Erkrankungen und bei Verdacht auf latente Hypothyreose bei Kinderwunschuntersuchungen durchgeführt.
Triglyceride
Die Triglyceride (Neutralfette) werden mit der Nahrung aufgenommen und in den Fettzellen gespeichert. Erhöhte Triglyceridwerte stellen vor allem in Kombination mit erhöhtem LDL-Cholesterin einen Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit dar. Sie treten bei verschiedenen Erkrankungen auf (Fettsucht, Zuckerkrankheit, Nieren- und Leberschädigungen, familiäre Hypertriglyceridämien).
TSH
Das Thyreoidea-stimulierende Hormon stimuliert die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone T3 und T4. Geringe Änderungen der T3 und T4 Konzentrationen bewirken eine starke gegenseitige Änderung der TSH-Sekretion. Die Bestimmung dient als Screeninguntersuchung bei Verdacht auf Schilddrüsenfunktionsstörungen. Siehe auch Infoblatt Schilddrüsen-Stufendiagnostik.
VDRL und TPHA Test
Diese Tests dienen als Screeningtest in der Syphilis-Diagnostik (Treponema pallidum Hämagglutinationstest) und als Schnelltest zur Beurteilung des Behandlungserfolgs (Venereous Diseases Research Laboratories).
Vitamin B12 / Folsäure
Vitamin B12 (Cobalamin) ist ein für die DNA-Synthese und Zellteilung essentieller Kofaktor und muss über die Nahrung (Fleisch, Fisch, Milch, Eier, Käse) aufgenommen werden. Die Bestimmung ist indiziert bei makrozytären Anämien, neurodegenerativen Erkrankungen, Malabsorptionssyndromen und rein vegetarischer Ernährung.
Folsäure ist ein wesentlicher Grundstoff im Protein- und Nukleinsäurestoffwechsel und wird vor allem über frisches Gemüse, Obst und Getreideprodukte aufgenommen. Der Folsäurestoffwechsel ist eng mit dem Vitamin B12-Stoffwechsel verknüpt. Die Bestimmung ist indiziert bei megaloblastären Anämien, Stomatitis, Dermatitiden, chronischem Alkoholismus, entzündlichen Darmerkrankungen, Hyperhomocysteinämie und bei Schwangerschaftskomplikationen (Neuralrohrdefekte).
Vitamin D
Die D-Vitamine (Calciferole) entstehen aus Provitaminen durch Einwirkung der UV-Strahlung des Sonnenlichts. Sie sind zentral an der Homöostase des Calcium-Haushalts und der Knochenmineralisation beteiligt. Die Bestimmung ist indiziert bei Verdacht auf Vitamin-D Mangel bei Sonnenlichtmangel (alte Menschen, kleidungsbedingt), Fettmalabsorption, nephrotischem Syndrom und Dialyse, Hypocalciämie, erhöhter alkalische Phosphatase und vermindertem Knochenmineralgehalt.
Zink
Zink ist ein Spurenelement, das für eine Reihe von enzymatischen Stoffwechselvorgängen als Kofaktor notwendig ist (Metalloenzyme, Metallothionein, Immunsystem, Antioxidation). Die Bestimmung ist indiziert bei retardierten Wundheilungen und therapieresistenten Dermatosen. Eine genetisch bedingte Form des Zinkmangels ist die angeborene Acrodermatitis enteropathica (Wundheilungsstörungen, Dermatitiden, Thymusatrophie, Lymphopenie, Allergien).
Aerobe / anaerobe Kultur und Resistenzbestimmung
Bei Standardsekretabstrichen aus dem Urogenitaltrakt und bei Abstrichen aus
Rachen, Augen, Ohren, Nase und Wundbereich wird eine aerobe und anaerobe Kultur angesetzt.
Bei Anwachsen wird eine Resistenzbestimmung mit den gängigen Antibiotika angeschlossen, bei anaeroben Keimen eine Therapieempfehlung angegeben.
Progesteron
Progesteron bewirkt als wichtigstes Gestagen die sekretorische Umwandlung der Gebärmutterschleimhaut und dient bei Eintritt einer Schwangerschaft der Erhaltung des dezidual umgewandelten Endometriums. Aufgrund seines thermogenetischen Effekts ist Progesteron auch für den Anstieg der Basaltemperatur verantwortlich. Die Bestrimmung ist indiziert zur Beurteilung der Corpus-luteum Funktion und dem Nachweis einer Ovulation.
APC Resistenz
Die Resistenz gegen aktiviertes Protein C (APC-Resistenz) wird durch eine Punktmutation im Faktor V Gen (Faktor V Leiden) ausgelöst und ist die häufigste Ursache einer familiären jugendlichen Thromboseneigung. PatientInnen mit heterozygotem Faktor V Leiden haben ein bis zu 7-fach erhöhtes Thromboserisiko, das zusätzlich durch die Einnahme von Ovulationshemmern, Protein C / Protein S oder Antithrombin III Mangel verstärkt wird. Homzygote Mutationsträger haben ein bis zu 100-fach erhöhtes Thromboserisiko als die Normalbevölkerung.
ß-HCG
Humanes Choriongonadotropin ist ein empfindlicher Marker der Synzytiotrophoblastenaktivität und wird ab der 3. Schwangerschaftswoche gebildet. Es stimuliert die Progesteronsynthese im Corpus luteum. In der Frühschwangerschaft kommt es zu einem charakteristischen Anstieg der HCG Konzentration, die ab der 12.SSW wieder abfällt. Die HCG- Bestimmung dient zur Diagnose und Verlaufsbeurteilung der Frühschwangerschaft, Extrauteringravidität und Abort, sowie der Diagnostik von Keimzelltumoren (Chrionkarzinom der Frau, Hodentumoren beim Mann).
ß-HCG
Humanes Choriongonadotropin ist ein empfindlicher Marker der Synzytiotrophoblastenaktivität und wird ab der 3. Schwangerschaftswoche gebildet. Es stimuliert die Progesteronsynthese im Corpus luteum. In der Frühschwangerschaft kommt es zu einem charakteristischen Anstieg der HCG Konzentration, die ab der 12.SSW wieder abfällt. Die HCG- Bestimmung dient zur Diagnose und Verlaufsbeurteilung der Frühschwangerschaft, Extrauteringravidität und Abort, sowie der Diagnostik von Keimzelltumoren (Chorionkarzinom der Frau, Hodentumoren beim Mann).
Blutsenkung-BSG
Die Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit ist ein Suchverfahren bei Verdacht auf entzündliche Reaktionen und ihre Verlaufsbeurteilung. Die BSG wird durch die Aggregation und Sedimentation der roten Blutkörperchen bestimmt.
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Blutbild (komplett)
Basisuntersuchung zur Beurteilung der Blutbildung, wird automatisiert durchgeführt und umfaßt die Meßgrößen
Erythrozytenzahl, Hämoglobin, Hämatokrit, rote Indices (MCV, MCH, MCHC), Leukozytenzahl, Thrombozytenzahl und differenzierte Laukozytenzählung.
CA 19-9
CA 19-9 ist im Gegensatz zu anderen Tumormarkern kein tumor- oder organspezifisches Antigen. Es wird zur Frühdiagnostik und Verlaufskontrolle bei Tumoren der Bauchspeicheldrüse, Leber- und Gallenwege und Magenkarzinomen eingesetzt. Als zweiter Tumormarker wird es bei der Diagnose und Nachsorge von kolorektalen und Ovarialkarzinomen eingesetzt.
Calcium
Calcium spielt bei der Nerven- und Muskelerregbarkeit, dem Knochenstoffwechsel und der Blutgerinnung eine entscheidende Rolle. Parathormon, Vitamin D und Calcitonin sind für die Einstellung einer konstanten Plasmakonzentration verantwortlich. Die Bestimmung des Calciumspiegels ist bei Osteoporose, Knochenschmerzen, Tetanie, Nierensteinen, Ulzera im Gastrointestinaltrakt, Pankreatitis, Schilddrüsenerkrankungen und malignen Tumoren indiziert.
Cortisol
Cortisol ist ein Glukokortikoid, das unter ACTH-Stimulation in der Nebenniere produziert wird.Es zeigt starke tageszeitliche Schwankungen und sollte dehalb nur morgens bestimmt werden. Die Bestimmung ist indiziert bei Verdacht auf Nebennierenfunktionsstörungen, Cushing-Syndrom, M. Addison und Nebenieren-Karzinomen.
C-reaktives Protein (CRP)
CRP ist ein akute-Phase-Protein und
DHEAS
Dehydroepiandrosteron-Sulfat wird in der Nebenniere gebildet , wirkt als schwaches Androgen und wird zu Androstendion und Testosteron umgewandelt. Die Bestimmung ist indiziertzur Differentialdiagnostik bei Hirsutimus und Virilismus, bei kongenitaler adrenaler Hyperplasie und bei Verdacht auf Nebennierentumoren.
Eisen / Transferrin / Ferritin
Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das vor allem im Hämoglobinmolekül, Myoglobin und weiteren Enzymen vorkommt. Eisen wird im Dünndarm resorbiert und als Transporteisen an Transferrin gebunden zu den verbrauchenden oder speichernden Organen transportiert. Die Bestimmung der Transferrinsättigung gilt als zuverlässige Kenngröße für das mobilisierte Transporteisen. Das Eisenspeicherprotein Ferritin ermöglicht die nicht toxische Eisenspeicherung in der Zelle und ist ein Indikator für die Körpereisenreserven. Die Diagnostik von Eisenstoffwechselstörungen (Eisenmangel, Eisenverteilungsstörungen, Eisenüberladung) beinhaltet die Bestimmung des Eisens, Transferrins, Ferritins und die Beurteilung des roten Blutbildes. (siehe auch Infoblatt Eisenstoffwechsel).
Serumelektrophorese / Immunfixation
Die Serumelektrophorese trennt die Serumproteine in fünf Untergruppen (Albumin, alpha-1-Globuline, alpha-2-Globuline, beta-Globuline, gamma-Globuline). Sie dient als Übersichtsuntersuchung zur Diagnose und Verlaufsbeurteilung von akuten und chronischen Entzündungen, Synthesestörungen bei Lebererkrankungen, nephrotischem Syndrom, und hämatologischen Erkrankungen (Suchtest für Paraproteinämien: M-Gradienten) (siehe auch Infoblatt Serumelektrophorese).
Die Immunfixation erlaubt die Differenzierung von Paraproteinen (monoklonale Immunglobuline).
Follikelstimulierendes Hormon (FSH) / Luteinisierendes Hormon (LH)
Die beiden Gonadotropine aus dem Hypophysenvorderlappen werden pulsatil ausgeschüttet und unterliegen während des Menstruationszyklus verschiedenen Rückkoppelungsmechanismen, die für die Follikelreifung, Ovulation und damit für die Schwangerschaft entscheidend sind. Ihre Bestimmung ist indiziert zur Beurteilung von Zyklusstörungen, bei der Sterilitätsdiagnostik und vor Hormonsubstitution im Klimakterium.
FSME Impfkontrolle
Eine FSME Impfkontrolle wird laut Impfplan 2007 nur empfohlen, wenn nach erfolgter (vollständiger) Grundimmunisierung die Auffrischungsintervalle nicht eingehalten wurden und nach erfolgter Boosterimpfung ein Impfschutz besteht oder eine neue Grundimmuniserung notwendig ist.
Die FSME Impfkontrolle ist keine Kassenleistung.
FSME Impfkontrolle
Eine FSME Impfkontrolle wird laut Impfplan 2007 nur empfohlen, um zu prüfen -wenn nach erfolgter (vollständiger) Grundimmunisierung die Auffrischungsintervalle nicht eingehalten wurden- ob nach erfolgter Boosterimpfung ein Impfschutz besteht oder eine neue Grundimmuniserung notwendig ist.
Die FSME Impfkontrolle ist keine Kassenleistung.
FSME Impfkontrolle
Eine FSME Impfkontrolle wird laut Impfplan 2007 nur empfohlen, wenn nach vollständiger Grundimmunisierung die Auffrischungsintervalle nicht eingehalten wurden:
Vorgehen:
Die FSME Impfkontrolle ist keine Kassenleistung.
Prädiktive Genanalytik (Lactose- und Fructoseintoleranz)
Bei Verdacht auf Milchzucker- oder Fruchtzuckerunverträglichkeit können die wichtigsten Mutationen im Lactase- bzw. Aldolase B -Gen nachgewiesen werden. Für die Untersuchung ist lt. Gentechnikgesetz eine Aufklärung und Einverständniserklärung des Patienten notwendig (wir bitten daher um telefonische Voranmeldung).
Prädiktive Genanalytik (Laktose- und Fruktoseintoleranz)
Bei Verdacht auf Milchzucker- oder Fruchtzuckerunverträglichkeit können die wichtigsten Veränderungen im Lactase- bzw. Aldolase B -Gen nachgewiesen werden. Für die Untersuchung ist lt. Gentechnikgesetz eine Aufklärung und Einverständniserklärung des Patienten notwendig (wir bitten daher um telefonische Voranmeldung).
Genanalytik (Laktose- und Fruktoseintoleranz)
Bei Verdacht auf Milchzucker- oder Fruchtzuckerunverträglichkeit können die wichtigsten Veränderungen im Lactase- bzw. Aldolase B -Gen nachgewiesen werden. Für die Untersuchung ist lt. Gentechnikgesetz eine Aufklärung und Einverständniserklärung des Patienten notwendig (wir bitten daher um telefonische Voranmeldung).
Gesamteiweiß
Das Gesamteiweiß ist die Summe der im Serum zirkulierenden Proteine. Eine Aussage über die quantitative Verteilung der einzelnen Eiweißfraktionen erhält man mit der Serumelektrophorese. Das Gesamteiweiß ist bei nephrotischem Syndrom, Mangelernährung, Malabsortpionssyndromen, Verbrennungen und Synthesestörungen (Lebererkrankungen) erniedrigt, bei hämatologischen Tumoren (Multiples Myelom, M. Waldenström), Sarkoidose, chronischen Entzündungen und kompensierter Leberzirrhose erhöht.
Gonokokken
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Gonokokken
GOT / GPT / GGT
Die sogenannten Transaminasen sind Enzyme, die in vor allem in der Leber, aber auch in anderen Organen vorkommen. Ihre Bestimmung dientvor allem der Diagnostik, Differenzierung und Verlaufskontrolle von Erkrankungen der Leber und Gallenwege. Die gamma-GT wird darüber hinaus zur Kontrolle des chronischen Alkoholismus eingesetzt.
Gramfärbung
Um Bakterien im Lichtmikroskop darstellen zu können, bedient man sich der Gramfärbung. Sie erlaubt es, Bakterien in grampositive und gramnegative zu differenzieren. Die Form der Bakterien läßt sich in Kokken (kugelförmige), stäbchenförmige Bakterien und gekrümmte Stäbchen einteilen.Hepatitis A / B
Bei Verdacht auf akute Hepatitis A wird als Screening-Test Anti-HAV IgM bestimmt. Diese Antikörper können auch nach der akuten Infektion einige Wochen bis Monate nachweisbar sein. Nur bei positivem Anti-HAV IgM werden auch die Anti-HAV IgG bestimmt.
Bei Verdacht auf Hepatitis B werden als Screening-Test HBs-Antigen und Anti-HBc Antikörper bestimmt. Nur bei positivem Suchtest werden die weiteren serologischen Marker
der Heptitis B-Infektion (Anti-HBs Antikörper, Anti-HBc IgM, HBe Antigen und Anti-HBe Antikörper bestimmt).
Hepatitis A / B Impfkontrolle
Laut Impfplan 2007 wird eine Hepatitis A Impfkontrolle frühestens 10 Jahre nach erfolgter (vollständiger) Grundimmunisierung empfohlen.
Laut Impfplan 2007 wird eine Hepatitis B Impfkontrolle 4-6 Wochen nach der 3. Teilimpfung der Grundimmunisierung empfohlen. Das weitere Vorgehen ist abhängig von der Höhe der Antikörperspiegel.
IgE (gesamt)
Immunglobuline IgG, IgA, IgM
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Harnkultur und Resistenzbestimmung
Bei positivem Uricult (Screeningtest auf Bakterien) wird eine Harnkultur durchgeführt. Die Kultur dient der Identifikation der Erreger, der Bestimmung der Keinzahl und ob eine Mono- oder Mischkultur vorliegt. Ab einer Keimzahl von >10^4/ml wird eine Resistenzbestimmung gegen die gängigen Antibiotikaklassen durchgeführt.
Lithium
Lithium wird zur Behandlung akuter Anfälle und zur langfristigen Phasenprophylaxe bei manisch-depressiven Erkrankungen eingesetzt. Auch als Ergänzung zu den klassischen Antidepressiva kann Lithium verschrieben werden. Die Kontrolle einer Lithiumdauertherapie ist zum Ausschluß von Schilddrüsen-, Nieren- und Blutbildveränderungen indiziert und sollte 12h nach der letzten Einnahme vorgennommen werden (Talspiegel).
MAK (TPO-AK) / TGAK
Myoglobin / Troponin T
Myoglobin ist ein Enzym der Herz-und Skelettmuskulatur. Die Bestimmung dient zur Frühdiagnose bei Verdacht auf Herzinfarkt, da das Serummyoglobin schon 2-4h nach Schmerzbeginn erhöht ist.
Troponin T ist ein myofibrilläres Eiweiß des Herzmuskels und wird bei Herzmuskelschädigung freigesetzt. Es dient zur Diagnose und Verlaufskontrolle des akuten Herzinfarkts. Tropoin T ist auch bei kleineren Myokardnekrosen erhöht und ist 1-2 Wochen nach einer Herzmuskelschädigung nachweisbar.
Östradiol (E2)
Östradiol ist das wirksamste ovarielle Östrogen und wird im reifen Follikel gebildet. Es fördert die Follikel- und Eireifung, die Proliferation der Gebärmutterschleimhaut, wirkt auf die Vaginalschleimhaut und sie Brust, hat regulierende Wirkung auf den Hypothalamus und die Hypophyse, hat Einfluß auf den Salz- und Wasserhaushalt und die Gerinnung, Verhindert die Osteoporose und senkt das Arteriosklerose-Risiko. Die Bestimmung ist indiziert zur Beurteilung der Ovarialfunktion, zur Verlaufskontrolle bei hormoneller Sterilitätstherapie, und bei den seltenen E2-produzierenden Tumoren.
Parasiten im Stuhl
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Parasiten im Stuhl
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Progesteron
Progesteron bewirkt als wichtigstes Gestagen die sekretorische Umwandlung der Gebärmutterschleimhaut und dient bei Eintritt einer Schwangerschaft der Erhaltung des dezidual umgewandelten Endometriums. Aufgrund seines thermogenetischen Effekts ist Progesteron auch für den Anstieg der Basaltemperatur verantwortlich. Die Bestrimmung ist indiziert zur Beurteilung der Corpus-luteum Funktion und dem Nachweis einer Ovulation.
PSA / freies PSA (+ Quotient)
Das Prostata-spezifische Antigen (PSA) ist ein wichtiger Screeningparameter für das Prostatakarzinom (in Kombination mit der digitalen rektalen Untersuchung) und wird für die Therapie- und Verlaufskontrolle eingesetzt. Freies PSA und der Quotient Freies/Gesamt-PSA wird zur Erhöhung der Screening-Effizienz bei PSA Werten von 4-10 ng/ml bestimmt und dient neben anderen Untersuchungen zur Abgrenzung der benignen Prostatahyperplasie vom Prostatakarzinom.
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SCC
Das SCC (squamous cell carcinoma antigen) wird zur Therapie- und Verlaufskontrolle bei Plattenepithelkarzinomenim HNO-Bereich, der Lunge und der Zervix eingesetzt. Es ist nicht spezifisch für das Plattenepithelkarzinom und daher als Screening-Parameter nicht geeignet.
T3
Trijodthyronin (T3) wird im Gewebe aus T4 gebildet. Dir Bestimmung ist indiziert zur Bestätigung einer Schilddrüsenfunktionsstörung und zur Beurteilung einer Schilddrüsenhormon-Substitutionstherapie.
Vitamin D
Die D-Vitamine (Calciferole) entstehen aus Provitaminen durch Einwirkung der UV-Strahlung des Sonnenlichts. Sie sind zentral an der Homöostase des Calcium-Haushalts und der Knochenmineralisation beteiligt. Die Bestimmung ist indiziert bei Verdacht auf Vitamin-D Mangel durch Sonnenlichtmangel (alte Menschen, kleidungsbedingt), Fettmalabsorption, nephrotisches Syndrom und Dialyse, Hypocalciämie, erhöhte alkalische Phosphatase, verminderter Knochenmineralgehalt.